Diesmal auf dem Main

Die 49. Altherrenfahrt der Freundschaftsgruppe

Noch funktioniert sie, die Altherrenfahrt zu Himmelfahrt 2019 aber die Organisation wird bei sinkender Teilnehmerzahl immer schwieriger. Immerhin kamen noch 20 Ruderer zusammen, einer von Birkenwerder, zwei von Waidmannslust fünf von RVP Saffo (Klaus B., F., Bernd F., Axel E., Meini S., also nicht so doll) und der Rest von Tegelort (schon besser). Die Teilnehmer, überwiegend uralte Bekannte und Freunde, teilweise so in Form das man schon von betreutem Rudern sprechen konnte. Dankeschön, denn ich weiß wovon ich rede. Deshalb die Nachwuchssorgen was bei der Alterszusammensetzung kaum missverstanden werden könnte. Darüber hatten wir uns schon öfter Gedanken gemacht. Ist aber schwierig bei der Grüppchenstruktur in den Vereinen!

Wegen der schwierigen Personalsituation wurde die Fahrt auch diesmal vereinsübergreifend organisiert (Heinz C., Toni K., Bernd F.,) was prima gelang. Schon die Organisation der Anfahrt von Menschen und Barken ist ja nicht ganz einfach. Dankeschön!

Die Fahrt sollte von Kitzingen nach Markheidenfeld gehen (107 km). Es wurden etwas mehr, denn die vorgesehene Startrampe war eine Baustelle. Unsere Barken, „Hans Herrmann Maier“ und „Chur Franken“ von Miltenberg (10 Ruderplätze davon 8 benutzt) konnten dann etwas oberhalb in Mainstockheim am dortigen Yachtclub problemlos eingesetzt werden. Zu den Start/Zielpunkten wurden wir vom „Hotel Löwen“ Randersacker per Bus gebracht.

Das Hotel und das zugehörige Restaurant waren sehr in Ordnung. Die Bedienung schien zunächst etwas zurückhaltend, taute aber bald auf. Verständlicherweise wurde gebeten, sich sein Abendessen zum Frühstück auszusuchen. Das erregte teilweise Unmut. „Ich kann morgens doch nicht wissen was ich abends essen möchte“. Natürlich wurde auch der einheimische, gute Frankenwein angeboten (für manche etwas trocken). Er kam von dem Winzer im Untergeschoß des Hauses wo man gleich noch welchen mitnehmen konnte

Die erste Etappe ging bis Würzburg (5 Schleusen) und die Zweite bis Gemünden (4 Schleusen) und zum Kanuverein noch ein Stück in die fränkische Saale. Bis Marktheidenfeld waren es dann noch 2 Schleusen. Dort legten wir an einer geeigneten Rampe an wo die Boote an Land gebracht und verladen wurden. Bei der Tegelorter Barke war das Routine aber bei der „Chur Franken“ waren wir auf die Hilfe der Miltenberger Kameraden angewiesen. Die Systeme Barke/Hänger sind halt immer etwas unterschiedlich. Am Ende der Fahrt konnten wir uns dann in dem anliegenden Biergarten stärken. Nach der Hitze des Tages hob das die Stimmung gewaltig.

Auf dem Main mussten wir die „normalen“ Schleusen benutzen (nicht die Bootsschleusen!) und waren auf die Schleusenzeiten angewiesen. Deshalb wurden keine längeren Pausen gemacht und es war Picknick mit mitgenommenen Brötchen im Boot angesagt. Dank der zusätzlichen Kommunikation mit dem Schleusenpersonal hatten wir vor den Schleusen kaum Wartezeiten. Erstaunlicherweise hatten wir die oft für uns alleine!

Trotz der geringen Berufsschifffahrt sollte man aber nicht vergessen dass die immer Vorfahrt hat und wir Sportboote die durch Tonnen gekennzeichnete Wasserstraße nur benutzen sollten wenn es nicht anders geht. Das hat uns einer vom Schuber nochmal erklären müssen.

Dafür wurden wir „unerfahrenen“ uralten Herren manchmal reichlich belehrt. Man ist ja dankbar aber wenn sehr „kompetente“ Kameraden einem mehrfach erklären wie man sich in der Schleuse mit dem Bootshaken an der Leiter festhalten soll, stimmt das nachdenklich.

Dass Schwäne gefährlich sind weiß jedes Kind. Als sich eine Schwanenfamilie (Vater, Mutter und 7 Küken) unserem Boot näherte brach fast Panik aus. „Die wollen nur was zu fressen“ wollte ich beruhigen aber ein besorgter Kamerad fragte im ernst „Hat dich schon mal ein Schwan gebissen?“ „Nee, Dich?“ „Nee“ … ? „Nicht füttern die kommen sonst hinterher“ wurde gewarnt. Kaum gesagt, schwamm Brot aus unserem Boot im Wasser auf das sich die Schwäne stürzten. Ich sollte es gewesen sein, der durch Schwanfüttern die Mannschaft in große Gefahr gebracht hatte. (Hätte ich gerne, war‘s aber nicht).

Am letzten Abend fanden dann beim üblichen „Festakt“ die Ehrungen für eine runde Zahl von Teilnahmen an den AH-Fahrten statt. Klaus V. für seine 35. Fahrt ausgezeichnet. Dazu kamen Rainer P. und Meinhard S. mit 25 Fahrten. Sie wurden mit den obligatorischen Bierkrügen geehrt. Mit diesem gemütlichen Abend klang die 49. AH-Fahrt harmonisch aus. Wir wollen hoffen dass uns diese schöne Tradition der Freundschaftsgruppe der Oberhavelvereine noch lange erhalten bleibt.

Mein